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Donnerstag, 09 Oktober 2014 20:24

Am 26.09. zog es mich und Alex aus Hagen zu zwei Paddelevents in den Süden. Zuerst ging es zum Rißbachfliegen des AKCs und anschließend ins Ötztal zur 7. Adidas Sickline WM.

Am 27.09 morgens, nach einer durchfahrenen Nacht mit relativ wenig Schlaf standen wir auf der Brücke oberhalb der Rißbachklamm und entschieden uns, nachdem wir einige Fahrten anschauten, dazu uns umzuziehen, bevor wir es uns anders überlegten. Und dann ging es auch schon los. Kurz vor dem Eingangsfall die Gewissheit, dass es kein zurück mehr gibt und schon geht es abwärts. Danach kurz verschnaufen, bevor es die zweite Stufe runter geht. Hier sollte die Linie stimmen, denn danach zieht es ziemlich schnell in die dritte und letzte Stufe, die größtenteils in eine Wand fällt und einen fiesen Rücklauf bildet. Wie das ganze dann aussieht seht ihr im folgenden Video:


Rißbachklamm Oktober 2014 from Benjamin März on Vimeo.

(Da es auf Smartphones immer wieder Abspielschwierigkeiten mit Vimeo gibt hier noch ein Youtube-Link: https://www.youtube.com/watch?v=4s_dJ5EojBc)
Montag, 29 September 2014 04:11

Produkt:    Stormpants                Firma:    Peak UK                  
Einsatzbereich: Trockenhose zum Kälteschutz bei Wildwasser und Wanderfahrten                    
 



Tester: Thomas


Die Stormpants ist eine Trockenhose mit Füßlingen.
Ich habe sie jetz seit einigen Monaten und konnte sie sowohl beim Wanderfahrten mit dem Canadier als auch beim Wildwasserpaddeln testen.  
        
                                    

Habtik/Verarbeitung                            

    

Das     “unboxing” fand beim Teamtreffen im Frühjar statt. Beim Auspacken fiel sofort auf,  dass sich diese Hose nicht wie so häufig nach plastik anfühlte, sondern eher die Habtik von Stoff besitzt. Die ganze Hose wirkt sehr robust und die nähte scheinen sauber verklebt.
An den Knien ist die Hose extra verstärkt. Hier ist auch jeweils das Logo von Peak UK angebracht. Am bauch bildet ein Bund aus Neopren einen schönen Abschluss, wodurch sie in Kombination mit der Paddeljacke Deluxe eine Einheit bildet, die viele meiner Mitpaddler schon für einen einteligen Anzug gehalten haben. Die Hosenträger sind sehr flexiebel, nur die Schnallen an den Trägern wirken auf den ersten Blick ein wenig lieblos.
 

Eigenschaften                            



Die Hose ist gut geschnitten und wirkt beim sitzen sehr angenehm auch beim Knien am Flüssrand und im Canadier macht die Hose eine gute Figur. Die Hose liegt gut an und bietet trotzdem auch beim Schwimmen und Klettern über die Felsen genügend Bewegungsfreiheit.
Ich hatte mit Schugröße 43 das gefühl, dass die Füßlinge gut sitzen und nicht wie so oft bei anderen Herstellern unützes Material herumschlabbert.  Überrascht war ich, als Robert, der sich sonst in Kindersärge zwängen muss auch problemlos in die Füßlinge geschlüpft ist. Hier scheinen die Desinger von Peak UK alles richtig gemacht zu haben. Auch die Füßlinge machen einen stabilen Eindruck, wobei man den netten Hinweis “allways wear Shoes”, der auf den Füßlingen abgedruckt wurde tunlichst folgen sollte, um der Hose eine lange Lebensdauer zu ermöglichen.

Komfort                                    

                        
Wie schon oben beschrieben ist die Bewegungsfreiheit tadelos, bwohl die hose über einen schlanken Schnitt verfügt. Sie hält angenehm warm und erst bei einem Vollbad muss man damit rechnen nass zu werden. Die Hose ist beim Sitzen im Boot kaum spürbar. Nach dem Paddeln ist man aber dankbar, warm und trocken geblieben zu sein.
Wo ich oben noch über die Schnallen der Hosenträger geschimpft habe, muss ich jetzt anerkennen, dass sie funktionieren und nicht wie ich befürchtet habe unter Jacke und Schwimweste drücken.


Features                                        

                    
 So weit so gut.  Bisher konnte ich da noch kein Haar in der Suppe finden. Über folgende Features haben wir wir ja schon einiges zusammengetragen. Die Hosenträger, den Schnitt der Hose und der Füßlinge die verstärkten Knie und das robuste Material.
Das sollte im normalfall für eine trockenhose doch reichen. Die Hose besitzt noch zwei Taschen die mit reißverschlüssen verschließbar sind. Der Reißverschluss wirkt nicht so, als obe er sich von allein öffnen wüde. Troztdem hat PeakUK für jede Tasche noch eine Schlaufe spendiert in die sich  mit einem Karabiner zum Beispiel der Austoschlüssel einhängen lässt. Die Tasche scheint spritzwassergeschützt ob sie jedoch wirklich dicht ist mag ich bezweifeln. Also lieber nicht den Autoschlüssel mit Batterie einstecken.

Fazit

                 

Ich habe die Hose jetzt schon bei einigen Touren getragen und egal ob im Canadier, im Spielboot, bei Schulungen, Schwimmübungen oder im Wildwasserboot, die Hose war immer ein guter Begleiter und hat bisher nicht im Stich gelassen. Die Stormpants gehört zu den Ausrüstungsgegenständen, die am häufigsten benutze. Ich kann sie gerade für die Wintersaison jeden ans Herz legen, da ich glaube das man hier zu einem vergleichsweise günstigen Preis ein gutes Produkt erhält.



Gruß Tommy
                       

                        
                        
                        
                   
Montag, 29 September 2014 00:58

Am letzten Donnerstag habe ich Freunde von mir besucht, die mittlerweile bei Bremen leben.

Auf der Ammer habe ich eine Woche zuvor am Wochenende Jan davon erzählt und er hat mir den Tipp gegeben die Ochtum zu paddeln. Man könne hier quasi im Kreis paddeln.

Also bin ich am Freitag morgen aufgebrochen um mir den ca. 10 Km langen Rundkurs anzuschauen.

Die Ochtum ist aufgrund einer Flughafenerweiterung verlegt worden. Sie erhielt also ein neues Bett. Der Rundkurs, der dadurch entstanden ist, führt also über noch befahrbare teile der alten und neuen Ochtum.

Als ich den Ansässigen Verein gefunden habe, schildert man mir die Besonderheiten, und gibt mir den Tipp, den „langen Jammer“ mit dem Wind zu paddeln. Bei vorherrschenden Südwestwind bedeutet das für mich das ich mit dem Uhrzeigersinn paddeln würde.

Der Himmel ist grau und die Wolken hingen schwer und tief. Ich rechne also damit, dass es nass werden würde.

Aber wenn man schon mal da ist. Dann sollte ich auch paddeln gehen. Gott sei Dank hat Hardy mir im Frühjahr ja eine Trockenhose verkauft, zu dem ich noch einen Testbericht verfassen werde.

Sonst könnte es in meinem offenen Canadier wohl etwas ungemütlich werden.

Nachdem ich noch dabei geholfen habe ein Auto, dass nicht mehr anspringen wollte aus dem Weg zu schieben habe ich mein Boot zu Wasser gelassen. Schon bei den ersten Schlägen habe ich Jan innerlich dafür gedankt, dass er mir diesen Tipp gegeben hat. Anfänglich paddelt man durch eine Kleingartenanlage und die Verbundenheit zum Wasser sieht man deutlich an der Gestaltung der Gärten und den vielen Booten, die im und am Wasser auf ihre Benutzung warten. Bald habe ich den Kleingartenverein hinter mir gelassen. Das Wasser ist spiegelglatt und mein Boot macht kaum ein Geräusch, weshalb ich die eine oder andere Ente wohl überrascht habe. Die Weiden rücken näher an den Fluss und ich fange an ein wenig beim paddeln mit dem Gewicht zu spielen und verschiedene Paddeltechniken auszuprobieren. Als ich schon denke, dass ich wohl heute der einzige auf dem Wasser bin, höre ich eine Stimme und entdecke einen Angler, der vom Motorboot aus auf Jagd gehen will.

Genauso plötzlich wie der Angler erschien auch eine flache Brücke, die nur eine kleine Öffnung für mich und mein Boot lies. Es stellte sich heraus, dass diese Brücke ein Tor in eine andere Welt ist.

Der Fluss hat hier einen völlig anderen Charakter. Er ist nur noch ein Graben. Nur Gräser und Schilf am Rand der Wind pfeift mir ungebremst entgegen. Ich klettere wieder eine Sitzbank weiter nach vorne und höre unvermittelt ein Getöse und sehe, als ich mich nach dem Geräusch umdrehe,gerade noch ein Flugzeug mit den grauen Wolken verschmelzen. Wie ein Schleier staubt der Regen...

Schon irgendwie seltsam in welche Stimmung man kommt wenn man alleine auf dem Wasser ist. Ob das wohl in dem Lied gemeint war? Ich lasse meine Gedanken starten und landen. Und komme zu einer weiteren Brücke. Die sich erneut als Tor zu einem anderen Fluss zeigt.

Jetzt bin ich wohl auf der neuen Ochtrup. Beim Einstieg wies man mich noch darauf hin, dass Kanuten gebeten werden sich eher rechts zu halten jedoch genügend Abstand zu den Ufern zu lassen. Gerne halte ich mich an diese Auflage und steuere mein Boot den breiter werdenden Fluss entlang. Noch wirkt es hier wie ein Park und viele Leute nutzen die Ufer zum schlendern und verweilen.

Nach und nach wird es wieder einsamer und ich teile mir den Fluss nur noch mit den Enten, Haubentauchern und dem Reiher der auf Beutezug scheinbar mehr Glück hatte, als der Angler im Motorboot. Es wird immer einsamer und breiter. Inseln im Fluss fangen dem größten Teil des Windes für mich ab. Mittlerweile bin ich wieder auf die hintere Sitzbank geklettert, da der Wind jetzt von links kommt, lasse ich den leicht aus dem Wasser ragenden Bug vom Wind immer wieder nach rechts drücken und beschränke mich mit dem Paddel nur auf Vortrieb. So hält sich mein Boot auf Kurs, ohne das ich viele Korrekturen mit dem Stechpaddel machen muss. Das Boot gleitet dahin und ich hänge wieder meinen Gedanken nach. Da fällt mir Felix ein. Wir wollten Am Wochenende zusammen mit Tobias nach Holland fahren um eine Wildwasserstecke zu testen, haben aber noch garnichts abgesprochen... Naja, man hat ja das Büro immer dabei... als das Telefon am anderen Ende der Leitung klingelt merke ich, dass ich ja schon seit einiger Zeit nicht mehr gesprochen habe und es sich hier auch irgendwie falsch anfühlt... Felix meldet sich sehr geschäftlich. „Störe ich gerade?“ frage ich ihn und er teilt mir mit, dass er noch arbeitet und mich in fünf Minuten zurückrufen würde. „Kein Problem.“ sage ich, lege auf und füge mit einem lächeln hinzu “ich hab ja Zeit...“ Also wieder am Stöckchen gezogen und das Boot nimmt wieder fahrt auf. Bojen auf dem Wasser und eine Abrisskannte dahinter kündigen mir ein Wehr an. Aut dem Sportkameraden am Einstieg muss ich dass wohl umtragen.

Riesen Aufwand für geschätzte 40 cm Fallhöhe. Aber wer seinen Canadier liebt..., der trägt!

Auch kein Akt, zumal der ja keine 20 Kilo und auch nur die Hälfte von meiner Wildwasserschüssel wiegt. Also eben mal umgehoben und gegen den Strom ;-) in den „langen Jammer“ eigebogen.

Der wind drück jetzt von hinten und ich kann mir gut vorstellen, wie der eine oder andere jugendliche oder auch ich geschimpft hätte. Kilometerlang bis zum Horizont gerade aus und das wohl möglich mit dem Wind im Gesicht.

Mir nimmt der Wind heute aber einiges an Arbeit ab. Eigentlich muss ich fast nur noch steuern.

Ich komme an einer Weiteren kleinen Stufe an, die ich natürlich genauso einfach umtragen könnte wie die vorherige, jedoch besitzt diese hier eine Schleuse. Kurz mal überschlagen ...zehn Minuten schleusen oder zwei Minuten tragen... Natürlich schleuse ich, keine Frage!

Rasu aus dem Boot, gekurbelt gewartet, Tore auf, Boot rein Tore zu, Wasser rein, Tore auf, Boot raus. Was ein Aufwand ;-)

Nach ein paar Schlägen erreiche ich die Kleingartenanlage wieder.

Und kann schon das Bootshaus mit dem Anleger sehen, der meinen Start und auch mein Ziel markiert.

Irgendwie schleißt sich der Kreis. Alles in Allem hat sich die Ochtum von ihrer besten Seite gezeigt -im gegensatz zu Felix, der noch immer nicht zurück gerufen hat. Das Tat er erst, als ich schon lange wieder auf dem Weg ins Ruhrgebiet war.

mehr Bilder findet ihr hier

 

Gruß Tommy